Das Schloss Heidegg liegt hoch über dem Baldeggersee in Gelfingen im Luzerner Seetal, umgeben von einer Park- und Kulturlandschaft.
Die erste erhaltene Urkunde, die das Geschlecht der Herren von Heidegg erwähnt, datiert von 1185. Als Ministerialen standen die Heidegger zunächst im Dienst der Grafen von Lenzburg, später der Kyburger und schließlich der Habsburger.
Ab 1482/83 lösten einflussreiche Luzerner Ratsfamilien die adligen Besitzer ab. Johann Heinrich Franz Pfyffer von Altishofen baute den im Wesentlichen noch mittelalterlichen Wohnturm ab 1678 zum barocken Schloss aus.
Im Jahr 1700 erwarb die Stadt Luzern das Schloss und die Herrschaft und vollendete den Innenausbau. 1798 endete die Gerichtsherrschaft. Heidegg wurde zu einer Staatsdomäne des Kantons Baden und von 1803 bis 1848 des Kantons Luzern. Nach dem verlorenen Sonderbundskrieg versteigerte der Kanton Luzern das Schloss an den liberalen Gelfinger Bauern Joseph Heggli.
Ab 1875 waren Louis und Caroline Pfyffer von Heidegg-Slidell die Besitzer von Schloss Heidegg.
Das vermögende luzernisch-amerikanische Paar versah das Äussere der Anlage im burgenromantischen Sinne mit Zinnen und Portalen, legte einen Schlosspark mit einer Kastanienallee an und machte 1912 den Schlossturm wieder bewohnbar. 1950 schenkten die letzten Nachfahren, die kinderlosen Witwen Mathilde von Glutz und Marie-Louise de Chambrier, das Schloss dem Kanton Luzern, der es öffentlich zugänglich machte. Den Betrieb samt Museum führt seither die Vereinigung Pro Heidegg.