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11.-13. Juni 2011 in Brig und Umgebung
Bericht: Heike, Fotos: Sarah

Diese Tour wurde von Peter Signer ausgeschrieben und schon bald einmal war sie ausgebucht.

Pfingstsamstag, 11. Juni 2011

Da für die Pfingsttage schlechtes Wetter vorausgesagt wurde, stellte Peter das Programm um. Erst einmal wurde die Abfahrt von 05.55 h auf 07.55 h verschoben, somit konnte ich mit öffentlichen Verkehrsmitteln die Reise antreten. Peter schlug vor, die Wanderung wegen des vorausgesagten Schlechtwetters am Samstag abzusagen und stattdessen in Leukerbad in der Alpentherme sich zu tummeln. Für dieses Programm waren nur wenige zu haben. Heike war natürlich begeistert, auch Rita, Ursula, Sarah und ihre norwegische Freundin Guri-Grit. Mit Peter trafen wir fünf uns am Morgen im HB Zürich für die Reise nach Leukerbad. Dreizehn Personen hatten sich fürs Pfingstwochenende angemeldet, alle anderen fuhren direkt nach Visp – sie unternahmen zum Teil selbständig eine Wanderung.

Die Badelustigen deponierten ihr Gepäck bei der Post in Leukerbad und nahmen im Rucksack nur die Badeutensilien mit. Es gefiel mir wieder sooo gut im Bad! Die Sonne schien sogar. Herrlich das Felsenpanorama – eine ganz spezielle Atmosphäre!  Peter hatte sich für das „Römische Bad“ entschieden.

Nach dem Bad spazierten Ursula, Rita und ich noch etwas durchs Dorf und kehrten im Tea-Room ein. Das gut temperierte Bad hatte Durst gegeben. Peter hatte unsere Reise gut vorbereitet. Wir fuhren mit dem Postauto nach Leuk und sahen noch das schöne Dorf Albinen. Der Buschauffeur erklärte uns den Wind als „Gemmi-Wind“. Von Leuk ging es mit dem Zug nach Visp. Dort sahen wir bald einmal unser schönes Hotel „Visper Hof“. Die Zimmer sind wirklich sehr geschmackvoll ausgestattet. Yvonne und ich waren ganz begeistert! Denn inzwischen waren auch die „Nicht-Baderatten“ in Visp eingetroffen.

Wir hatten von Peter erfahren, dass wir am Abend noch vom „Hexeronkel“ Charles-Louis Joris Besuch erhalten würden. Er ist Geologe, schreibt aber auch Krimis, aus denen er uns etwas vorlas, u.a. den Überfall... Die Geschichte hat er mir geschenkt. Den Apéro nahmen wir in unserem Hotel ein,  wo wir auch am Morgen ein wunderbares Frühstück aufgetischt bekamen. Unser Hotel ist ein Garni-Hotel und darum waren wir für das Nachtessen gegenüber im Hotel Elite angemeldet. Wunderbar: Es gab Gemischten Salat, Schweineschnitzel, Teigwaren, Gemüse und Coupe Dänemark zum Dessert. Der Rote mundete natürlich sehr fein!

Pfingstsonntag, 12. Juni 2011

Am Sonntag war der Abmarsch auf 09 Uhr angesetzt. Nach dem wunderbaren Frühstück in unserem Hotel nahmen wir – gut gestärkt - den Bus bis Ausserberg. Heike und Yvonne begaben sich auf der Tour den Suonen entlang in die Obhut von Sarah, einer versierten Berggängerin, die uns etwas ängstlichen Typen auch psychologisch gut beistand. Danke Sarah für deine Geduld und versierten Ratschläge, wenn wir die Felsen passierten. Ursula begab sich in die Obhut von Irene, denn die Route heute war wirklich nicht so einfach für ängstliche Typen – steile Abhänge, schmale Wege, zum Teil ohne Schutz! Aber fürs Auge gab es eine Blumenpracht: die Teufelskralle und wunderschön – wie eine Kerze – Türkenbund. Unser Joris berichtete immer wieder interessant über die Suonen, die uns auf der Tour begleiteten. Zurzeit erleben die Suonen eine wahre Wiedergeburt und eine ungeahnte Aufwertung in der öffentlichen Wahrnehmung. Das hat nicht zuletzt damit zu tun, dass diese Wässerläufe von Wegen gesäumt werden, die in das Herzland von einmaligen Landschaften abgeschiedener Hochtäler führen. Zunehmend sind es auch Touristen – wie wir – die auf diesen ziemlich flachen Pfaden dem Lauf des Wassers folgen; wer schwindelfrei ist, kann sogar freihändig über die schmalen Gangplatten balancieren, die über besonders exponierte Passagen geleiten.

Waren wir doch mutig!!!!

Für das Picknick am Mittag fanden wir ein wunderbares Plätzchen am rauschenden Bach.

Bald einmal ging es nach dem Picknick weiter. Aber die zweite Hälfte des Tages machte es den „ängstlichen Typen“ etwas einfacher. Die Wege waren nicht mehr so exponiert. Bald zeigte Joris auf ein Restaurant, wo wir unseren Durst löschen konnten. Bei Eggerberg nahmen wir das Postauto nach Visp. Jetzt hiess es Abschied nehmen von Joris.

Im Hotel angekommen freuten sich alle auf eine Dusche, denn die Sonne hatte es gut mit uns gemeint. Wie schön! Das Nachtessen nahmen wir wieder im gegenüberliegenden Hotel Elite ein. Heute gab es Mozzarella-Käse, dazu eine Tomate in Rosenform geschnitzt, geschnetzeltes Kalbfleisch mit Rösti, und einen feinen Dessert

Nachher spazierten wir noch durchs Dorf und liessen uns bald einmal in einem Strassenrestaurant nieder, wo wir den „Absacker“ genossen. Das war wieder ein schöner Ausklang des herrlichen Tages.

Pfingstmontag, 13. Jun. 2011

Um 06 Uhr war heute das Frühstück angesetzt. Der Himmel zeigte sich bedeckt. Das Handgepäck durften wir im Hotel deponieren, so dass wir nur unseren Rucksack mitnahmen. Um 7.12 Uhr fuhren wir von Visp nach Sion über Raron. Von Sion aus ging es mit dem Bus in Richtung Granois – eine wunderbare ¾ stündige Busfahrt nach Biniis über die Dörfer mit Blick ins weite Tal. Und bald einmal hiess es marschieren. Entlang einer historischen Suone der besonderen Art. Sie wurde aufwendig restauriert. Was diese Menschen früher geleistet haben unter Lebensgefahr ist wirklich bewundernswert, und immer wieder sind „Sponsoren“ auf Tafeln verewigt. Sehr spektakulär ist der Weg über drei Hängebrücken, die wir in Schwingung bringen. Die eine ist 97 m, die andere 85 m lang – sehr spektakulär. Aber diese machen uns keine Angst! Der ganze Weg ist noch nicht vollendet, und so mussten wir zurück und die gleiche Strecke noch einmal passieren. Mit einem Mal hörten wir Steine rollen und schauten in die Höhe. Diese wurden von einer Gämse ausgelöst. Es wurde fast auf dem gesamten Wege vor Steinschlag gewarnt.

Unterwegs ist inzwischen auch die Beiz am Wegrand geöffnet. Wir konnten etwas Warmes trinken, einen kleinen Picknick verzehren, das WC benützen, bevor wir uns auf den Heimweg begaben. Bald einmal wusste Peter noch einen „Ausflug“, 35 Minuten ist unten angeschrieben, zu einer schönen Kapelle. Aber der Weg hat es in sich – er geht steil hinauf. Aber die Kapelle Cecilia ist sehr schön mit einer Jahreszahl von 1938. Wir konnten uns dort etwas ausruhen.

Das war wieder ein wunderschöner Tag! Danke, lieber Peter, dass Du uns so schöne Tage bereitet hast. Alles hat gestimmt – sogar das Wetter hat wider Erwarten mitgemacht.

Wir fuhren mit dem Postauto wieder nach Visp zurück. Dort holten wir im Hotel Visperhof unser deponiertes Gepäck, bevor wir uns auf die Heimreise nach Zürich machten. Wir mussten schauen, dass wir überhaupt einen Platz fanden, denn es herrschte auf der SBB Rückreiseverkehr der Pfingsttage.

Im Zürcher HB konnten sich die einen noch verabschieden und alle freuen sich auf die nächste gemeinsame Wanderung vom Sportclub, denn die Pfingsttage waren ein Erlebnis der besonderen Art.



Auf der Insel Madeira gibt es ebenfalls Suonen. Sie heissen dort Levadas. Hier der Link zu einer Levadawanderung.