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Wanderung auf dem Jakobsweg von Luzern über Werthenstein nach Willisau

1. - 2. Oktober 2011
Bericht: Heike, Fotos: Heike, Gerhard

Das Wandern ist des Müllers Lust...

Nach dem Motto trafen sich 7 Wanderinnen und Gerhard vom UBS Sportclub um 07.25 Uhr im Zürcher HB zur Fahrt nach Luzern. Wie schön, es gesellte sich Cornelia, eine neue charmante Kollegin zu uns.

In Luzern angekommen, bestiegen wir den Bus mit dem Ziel „Kriens - Pulvermühle“.

Von dort aus wanderten wir nur kurz zum Restaurant „Alpenrose“ für einen Kaffeehalt. Vreni besorgte beim Bäcker feine Brötli. Gut gestärkt gingen wir stetig bergauf, hinaus aus Kriens und an Obernau vorbei.

Gerhard las uns unterwegs immer wieder Geschichten vor. Die erste passte zur Gegend: „Der verhexte See am Pilatus“, obwohl sich der Pilatus immer noch im Nebel versteckte.

Entlang des Ränggbachs wanderten wir ins Tal der Kleinen Emme und kamen zur Jost Kapelle in Blatten.

Vreni und Heike versuchten den Schlüssel im Nachbarhaus zu bekommen, aber es war erfolglos, denn die Kapelle war gerade in Restauration. So meinte die Frau: "Einweihung der Kapelle ist am 11.11.2011. Es gibt wertvolle Objekte, ich darf den Schlüssel nicht herausgeben“.

Gerhard las eine Geschichte über den heiligen Jost.

Und dann wanderten wir alles der Kleinen Emme entlang flussaufwärts. Es war landschaftlich wunderschön und der Nebel hatte sich verzogen!

Hier überqueren wir einen kleinen Zufluss zur Emme.

Nach unserer Mittagspause bei Malters überquerten wir riesige Hochwasser-Schutzbauten. Das Tal wurde enger und bald sahen wir in der Höhe das Kloster Werthenstein.

Es prangt wunderschön in der Landschaft – eine Augenweide!


Wir besichtigten das ehemalige Franziskanerkloster (den Klosterhof mit den von 45 toskanischen Säulen getragenen Hallenumgang, die Kirche und die barocken Speisesäle).


Bekannt beim Kloster Werthenstein ist das Gnadenbrünneli mit dem „heilwirkenden Wasser“, das wir uns abfüllten. Aber am Morgen schauten alle in den Spiegel. Wo bleibt die Wirkung – alle sahen noch gleich „alt“ aus...?


Wir überquerten eine schöne Holzbrücke und erreichten das „Gasthaus zur Emme“, wo wir die Nacht verbrachten. Es lud ein zu einem Apéro, den wir natürlich draussen in der Sonne geniessen wollten.


Bald einmal freuten wir uns auf die Dusche, denn wir waren viel gewandert und hatten sogar geschwitzt.

Um 19 Uhr war das Nachtessen angesetzt. Wir freuten uns, glaube ich, alle darauf. Im Gasthaus fühlten wir uns sehr wohl. Alle waren so nett!

Wir hatten freie Wahl für unser Essen und Getränk – und genossen später ein wirklich feines Menue: Sie servierten sehr reichlich Salat und für mich und Yvonne ein ganz zartes Pouletbrüstli. Andere genossen Kalbsleberli mit Rösti. Später: die einen wählten einen „riesigen“ Dessert, andere nur eine Kugel Glacé.

Für Sonntagmorgen war der Abmarsch erst um 09 Uhr angesetzt. Wir konnten friedlich frühstücken und gleich ging es bergauf auf den ersten der vielen Hügel des heutigen Tages. Das Foto zeigt den Blick zurück auf Werthenstein. Wir durchquerten eine wunderschöne Landschaft und standen plötzlich vor der Kirche von Buholz.


Am Ortseingang von Buholz steht die schön ausgemalte Barockkapelle St. Gallus und Erasmus. In der Kirche glänzt alles von Gold. Wir glaubten das Bild von Jakobus dem Älteren zu sehen, mussten aber dann im Führer lesen, es sei der heilige Jost.


Am Hauptaltar das Bild des heiligen Erasmus, am linken Altar eine Pietà und am rechten Altar der heilige Gallus (mit Bär und Brot)


Nach Buholz wanderten wir durch einen schönen Wald. Auf einem Schild sahen wir angeschrieben: "Galgenberg". Das mussten wir näher untersuchen, und wir fanden: „Richtstätte aufgehoben 1798“. Da waren wir beruhigt.


Beruhigend wirkte auch der Blick auf den Soppisee – wunderschön!

Der Wegweiser zeigte noch 40 Minuten nach Geiss. Dort beeindruckte uns der altehrwürdige Landgasthof Ochsen mit seinen blau-weissen Läden und die dem heiligen Jakob geweihte Kirche. Im Mittelalter stand Geiss unter den Herren von Wolhusen. Sie bewohnten die dortigen Burgen, von welchen noch Überreste vorhanden sind. Der Gerichtsstandort der Herren von Wolhusen war in Buholz.

Pilgerstempel

Picknick war natürlich in der Sonne fällig! Wir fanden vor einem „Spycherrestaurant“ einen grossen Tisch mit Stühlen, wo wir unser Picknick einnahmen. Vorher hatte uns ein „Sennenhund“ mit Gebell begrüsst, der natürlich, die Aufsicht hatte – aber er war sehr friedlich.

Nach ca. zwei Stunden wandern rückte unser letztes Ziel näher – nämlich Willisau.

Willisau ist ein wunderschönes Städtchen mit einem grossen Stadttor und schönen alten Häusern. Den ganzen Tag schwärmte unsere Gruppe von Meringue. Aber, als wir uns im Café ein Plätzchen suchten, stellte es sich heraus, dass es eine Pizzeria war - da war natürlich nichts mit Meringue.

Dafür erlebten wir das Kreisen von Oldtimer Autos im sonst autofreien Städtchen – das war sogar für mich, die sich gar nicht für Autos interessiert – eine Augenweide. Wunderschöne, zum Teil nostalgische Autos, die immer wieder die Runde drehten, um sich zu zeigen. Wegen der Meringe-Fans in unserer Gruppe, mussten wir sogar noch das Lokal wechseln. Aber auch im nächsten war nichts mit Meringue...

So marschierten wir bald einmal auf den Bahnhof und liessen den wunderschönen Tag Revue passieren. Alles hat gestimmt, lieber Gerhard!