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Das Minoritenkloster in Tulln wurde laut Kloster­chronik wahrscheinlich 1225, also noch zu Lebzeiten des Ordens­gründers Franz von Assisi (starb 1226), gegründet. Während der Reformation wurde das Kloster verlassen und erst 1635 neu besiedelt. Das Kloster­gebäude und die Kirche wurden 1713 bis 1756 grosszügig im spät­barocken Stil neu errichtet. Der ursprünglich niedrigere Turm wurde 1889 erhöht und mit einem neuen Turmhelm nach dem Vorbild der Pfarr­kirche von Pöchlarn versehen. Als Kirche der Franziskaner ist sie eine Marien­kirche, aber beim Neubau 1739 kam der hl. Johannes Nepomuk als Kirchenpatron dazu.

Minoritenkirche Tulln

Innenansichten

Das Altarbild am Hochaltar zeigt "Die Glorie des hl. Nepomuk". Maria geleitet ihn in den Himmel, wobei Johannes Nepomuk noch Schutz für die im linken unteren Bildbereich erkennbare Stadt Tulln erfleht.

Am Tabernakel ist eine Nachbildung des Gnadenbilds von Mariazell.

Kanzel: Das Relief zeigt die Bergung des toten Nepomuks aus der Moldau. Im Hintergrund Prag und die Karlsbrücke.

Die Orgel wurde 1944 im barocken Rahmen erneuert. Sie hat 15 Register.

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Deckenfreskos

Die Wallfahrt des Heiligen Nepomuk nach Altbunzlau

Brückensturz: der Fuss des Engels fällt aus dem Bild

Nepomuk vor König Wenzel IV.

Johannes Nepomuk als Prediger

Johannes Nepomuk verehrt die Madonna (wahrscheinlich das Gnadenbild von Altbunzlau)

Johannes Nepomuk verteilt als Almosenpfleger des Königs Gaben an die Armen

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Seitenaltar

'Filii Dei Nutritor' ist die Widmung des Altars links hinten, dessen Altarbild den hl. Josef mit Jesus und Maria darstellt, umgeben von den Figuren von Marias Eltern, Joachim und Anna. Das Aufsatzbild ist eine Kopie des Passauer Maria-Hilf Bildes

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Sakristei

Der Intarsienschrank, datiert 1746, ist unverändert mit seiner barocken Einrichtung erhalten.

Der Aufsatz am Intarsienschrank zeigt den Hl. Nepomuk

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Unterkirche

Hier liegt Johannes Nepomuk, der von der Königin von Böhmen beweint wird. Ein Durchblick über dem Altar in die Oberkirche gibt der Seele des Toten den Weg in seine Glorie, das Hochaltarbild, frei.

Ihm zur Seite kauert eine allegorische Frauengestalt, die ein offenes Buch hält, in welches der Heilige weist.

Unterkirche

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