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Der Kreuzgang mit den Renaissance Glasfenstern

Kreuzgang Kloster Muri

Der ursprüngliche Kreuzgang wurde 1534/35 unter Abt Laurenz von Heidegg gebaut. Der gotische Umgang wurde leider beim Kirchen­umbau 1695 zum Teil zerstört.

Der Innenhof und die drei verbliebenen Kreuz­gangflügel wurden 1953 bis 1957 vom Murianer Steinbild­hauer Romano Galizia stilgerecht restauriert. Gleichzeitig konnten die (seit der Klosteraufhebung in Aarau ver­wahrten) einzigartigen Renaissance-Glasfenster wieder eingesetzt werden.

Links: König Ludwig XIII. von Frankreich (1625) Wappen des Königs von Frankreich und Navarra; Allegorien von Krieg und Frieden; die Schildhalter sind Karl der Grosse und der heilige Ludwig IX.

Mitte: Kaiser Ferdinand I. (1563) Wappen des Kaisers, umgeben von Säulen mit Satyren

Rechts: König Philipp II. von Spanien (1580) Wappen des Königreichs Spanien, im Sockel zwei kleine Wappen des Gesandten Pompeio della Croce; in den Oberbildern das salomonische Urteil sowie Huldigung durch Überreichung von Blumen und Honig.

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Links: Kloster Einsiedeln (1557) Geviertes Wappen: in den Feldern 1 und 4 sind Wappen des Klosters, in den Feldern 2 und 3 Wappen des Abtes Joachim Eichhorn. Rechts neben dem Schild steht Maria, links Meinrad von Einsiedeln; im Oberbild Verkündigung an Maria.

Mitte: Christoph Metzler, Bischof von Konstanz (1557) Geviertes Wappen; in Feld 1 und 4 Wappen des Bistums, in Feld 2 und 3 Wappen der Metzler von Feldkirch; neben dem Schild die Heiligen Konrad und Pelagius; im Oberbild Mondsichelmadonna in Wolkenkranz.

Rechts: Kloster St. Gallen (1557) Wappen der Abtei, der Grafschaft Toggenburg und der Blarer von Wartensee; neben den Schilden die Heiligen Gallus und Otmar von St. Gallen; im Oberbild Gallus im Gebet und mit dem Bären.

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Auch Melchior Lussy, Landammann Nidwaldens, hat im 16. Jh. ein Fenster  gestiftet. Ich bin seinem Wappen schon am Jakobsweg in Stans begegnet. Er war auch ein Pilger und ist nach Jerusalem und nach Santiago de Compostella gepilgert.

Er ist hier als Petrus dargestellt und trägt einen besonderen Schlüssel, nämlich den aus dem Nidwaldner Wappen.

Rechts im Bild steht Katharina Amlehn von Luzern, seine erste Frau, dargestellt als Hl. Katharina.

1562-63 war Lussy Gesandter der kath. Orte am Konzil von Trient. Deshalb ist im Oberbild das Konzil abgebildet. Der Hl. Geist schwebt als Taube in der Mitte, darüber die Worte "veni sancte spiritus".

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Herzgruft der Habsburger und Gräber der Vorfahren der Habsburger

Loretokapelle des Klosters Muri
Karl und Zita
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Bild von Kaiser Karl I. und Kaiserin Zita


Die letzte Ruhestätte von Kaiser Karl ist auf der Insel Madeira.


Im Nordflügel des Kreuzgangs befindet sich die Loretokapelle. Diese Kapelle aus dem Jahr 1698 ist ein Nach­bau der «Casa Santa» von Loreto in der Nähe von Ancona, Italien.

In dieser Kapelle sind die Herzen des letzten österreichischen Kaiserpaares, Karl I. und Zita von Bourbon-Parma beigesetzt. Das Herz ihres Sohnes Otto von Habsburg wurde im ungarischen Kloster Pannonhalma bestattet.

Vom Kreuzgang kommt man in eine Schatz­kammer. Hier sind die Reste einer Sammlung von Kultgeräten und Para­menten des 16. bis 18. Jahrhunderts untergebracht.

Während der Zeit der französischen Okkupation 1798 und bei der Kloster­aufhebung 1841 durch den Kanton wurde der grössere Teil des Kloster­schatzes in alle Winde zerstreut.

Besonders aufgefallen sind mir der Silbertabernakel und die Uhr.


Taschenuhr Franz Morawetz

Der Silbertabernakel (1700/1704) stammt von den Schweizer Künstlern Hans Peter Staffelbach und Hans Georg Ott.

Das Relief auf dem Sockel zeigt das Abendmahl. Die obere Szene auf der Türe stellt die Kreuzigung dar, die untere das Würfeln um Jesus Gewand.

An den Säulen links und rechts stehen Engel, eine Spitzenleitung barocker Goldschmiedekunst.

Diese Uhr war ein Geschenk von Kaiser Karl I., der im Jahre 1921 einige Zeit auf Schloss Hertenstein bei Weggis lebte. Der Beschenkte, der Detektiv­wachtmeister Fritz Huwiler von der Luzerner Kantonspolizei hatte nur Ärger mit der Uhr und schied aus dem Polizeidienst aus.

Morawetz
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Vom Uhrmachergeschäft Franz Morawetz in Wien am Kohl­markt 11 ist nur eine Tafel übrig geblieben. Das Geschäft wurde von einer Boutique verdrängt.

Seit der Neugestaltung des Museum 2014
ist diese Uhr beim Eingang ins Museum zu sehen.