Petra war die Hauptstadt des Nabatäerreiches in der Antike. So wie jeder Besucher von Petra haben wir zunächst einmal die 1,5km lange und an ihrer engsten Stelle 2-3 Meter breite Schlucht "Al Siq" durchquert. Der Weg führt stetig bergab. Einige von uns sind auch ein Stück geritten. Die Schlucht entstand indem der weiche Sandstein durch Wasser und Wind abgetragen wurde. An seiner tiefsten Stelle ragen die Sandsteinfelsen ungefähr 70 Meter in die Höhe.
Das Schatzhaus
Das Khazne al-Firaun oder auch "Schatzhaus" ist das erste Highlight der eigentlichen Stadt. Hier weitet sich der Siq und gibt den Blick auf das 40m hohe und 28m breite, kunstvoll in den Sandstein gemeisselte Gebäude frei.
Eigentlich handelt es sich hierbei um ein Grab. Der Name "Schatzhaus" kommt daher, dass laut einer Legende an der Spitze des Bauwerks der Schatz des Pharaos liegen soll. Filmliebhaber kennen es auch aus dem Abenteuerfilm "Indiana Jones" (1989).
Das römische Theater
Folgt man dem Siq weiter ins Zentrum der Stadt, sieht man jede Menge an Höhlenwohnungen und Zeichnungen im Felsen und kann die antike Wasserversorgungskanäle bewundern. Dann trifft man auf das aus dem 1. Jhd. stammende Römische Theater. Wie die anderen Gebäude wurde auch dieses aus dem anstehenden Felsen gehauen. Während seines Baus wurden am hinteren Ende einige alte Schachtgräber freigelegt, in denen man früher ärmere Einwohner bestattet hatte.
Ruinen der Blauen Kapelle
Die Kapelle ist Teil eines grösseren Kirchenkomplexes in Petra. Sie wurde nach ihren vier Säulen aus blauem ägyptischem Granit benannt, die vermutlich von einem nabatäischen Monument in der Nähe stammen. Es wird angenommen, dass die Kapelle Mitte des 5. Jahrhunderts erbaut wurde, etwa zur gleichen Zeit wie die Hauptkirche von Petra.
Ruinen des Grossen Tempels
Der Grosse Tempel ist das grösste freistehende Gebäude, das in Petra entdeckt wurde und erstreckt sich über eine Fläche von etwa 7.560 Quadratmetern. Es ist unklar, ob der Komplex ein religiöses Gebäude oder ein königlicher Empfangssaal war. Der Komplex, der wahrscheinlich im frühen 1. Jahrhundert n. Chr. fertig gestellt wurde, umfasst einen unteren und einen oberen Bereich mit einer monumentalen Treppe.
Bilder von der Tempelruine und der Umgebung.
Das Kloster "Ad-Deir"
ist das größte und bedeutendste Gebäude der Nabatäer und gehörte einst zu ihren Heiligtümern. Anders als der Name vermuten lässt, war es ursprünglich wahrscheinlich als Mausoleum für einen Herrscher gedacht. Der Name "Kloster" kommt daher, dass sich im Mittelalter Mönche darin niederliessen.
Ad-Deir liegt nicht direkt in der Felsenstadt und kann nur durch einen 40-minütigen Fußmarsch oder den Ritt auf einem Esel erreicht werden.
Der Aufstieg lohnt sich, denn auf dem Weg hatten wir spektakulären Ausblicke ins Tal und auf die Berge. Ausserdem trifft man immer wieder auf weitere archäologische Fundorte.
Königsgräber
Oberhalb des Zentrums von Petra ragen majestätisch die so genannten "Königsgräber" empor, eine Reihe grosser Grabanlagen mit beeindruckenden Fassaden, die aus dem Westhang des Felsmassivs Jabal al-Khubtha gehauen wurden.
Bergwanderung
Am zweiten Tag unseres Besuchs in Petra unternahmen wir eine eindruckvolle Wanderung zum hohen Opferplatz mit grandiosen Aussichten auf die Schluchten und Berge.