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Jordanien
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Am 26. April 2010 hob die Jordan Air mit 22 Reiseteilnehmern hauptsächlich aus den Schweizer Gemeinden Aesch, Uitikon und Birmensdorf zur Ökumenischen Jordanienreise Richtung Amman ab. Nach der Landung wurden wir am Flughafen von unserem jordanischen Reiseleiter in Empfang genommen und mit "unserem" Bus ins Hotel Geneva gebracht. Die Nacht war kurz, weil der Muezzin mit all seinen Lautsprechern um 4 Uhr zum Gebet rief. Wir kamen dafür nicht zu spät zum Frühstücksbuffet. Vom Hotel aus unternahmen wir mehrere interessante Ausflüge, um Jordanien und seine biblischen Stätten zu erkunden. Unsere theologischen Begleiter Petra, Theo und Martin hatten immer die passenden Bibelstellen bereit und auf einmal wurde auf eindrückliche und anschauliche Weise das alte Testament besser verständ­lich.

Der erste Ausflug führte uns auf den Berg Nebo. Gleich bei Parkplatz ist ein grosser runder Stein aufgefallen.

Ausblick vom Berg Nebo

Blick vom Berg Nebo auf das Jordantal, das Tote Meer und auf Israel. Von hier aus hat Moses das gelobte Land erblickt, bevor er starb.

Der grosse runde Stein, der Abu Badd, diente als befestigtes Tor eines byzantinischen Klosters.


Anschliessend besuchten wir die griechisch-orthodoxe Kirche St. Georg in Madaba, Jordanien. Die Kirche ist berühmt für die darin befindliche Madaba-Mosaikkarte, das älteste bekannte geografische Bodenmosaik des Heiligen Landes. Sie stammt aus dem 6. Jahrhundert und wurde Ende des 19. Jahrhunderts von christlichen Maurern beim Wiederaufbau der Kirche entdeckt.

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In Madaba gibt es auch noch römische Strassen (Foto von den Pflastersteinen) und die King Hussein Moschee.

Der nächste Tag war den Wüstenschlössern gewidmet

Wüstenschloss Quseir Amra

Das Wüstenschloss "Quseir Amra"


In der riesigen antiken römischen Stadt Gerasa verbrachen wir einen ganzen Tag: Sie hat uns sehr beeindruckt.

Gerasa

Gerasa


Am nächsten Vormittag erkundeten wir die Hauptstadt Amman und besuchten die Zitadelle und das Jordan Museum.


Taufstelle

Auf dem Weg zu unserem nächsten Stützpunkt am toten Meer besuchten wir die Taufstelle Jesu am Jordan. Wie schon der Berg Nebo wurde auch die Taufstelle erst durch den passenden Bibeltext für uns lebendig.

«Genau an dieser Stelle östlich des Jordans gegenüber von Jericho traf Johannes der Täufer Jesus und taufte ihn.»


Schlamm vom Toten Meer Gerhard mit Schlammpackung

Bald lagen wir im oder besser am Wasser des Toten Meeres. Natürlich wollten wir uns auch mit dem heilwirkenden Schlamm einschmieren und so sah die muntere Reisegesellschaft sehr komisch aus - ganz schwarz, von oben bis unten in der Schlammpackung.


Der gemeinsame Abend auf der Hotelterrasse mit Blick auf die untergehende Sonne über dem toten Meer war fantastisch. Bis spät in die laue Nacht sassen wir auf der Terrasse, lauschten den Klängen der Musikergruppe und konnten das Tanzbein schwingen.

Sonnenuntergang am Toten Meer

Abendstimmung am Toten Meer

Am nächsten Morgen besuchten wir die Burg des Herodes (Festung Marchaeus). Hier am Originalschauplatz tantze unsere Petra den Tanz der sieben Schleier und da lag doch plötzlich der Kopf von Johannes den Täufers - oder war das doch unser Martin?

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Am Nachmittag besuchten wir die antike Ausgrabungsstätte Umm ar-Rasas.

Umm ar-Rasas

Dann lockte noch ein weiterer Höhepunkt der Jordanienreise: Petra. Zwei Tage waren vorgesehen und wir genossen jede Minute in den Schluchten und auf den Bergen von Petra. Der Marsch durch die immer enger werdende Felsenschlucht zum so genannten Schatzhaus wird mir unvergesslich bleiben. Besonders der überwältigende Augenblick als sich noch in der dunklen Schlucht vor uns die in der Sonne glänzenden Konturen des Schatzhauses auftaten. Natürlich habe ich schon Bilder davon gesehen und auch den Film Indiana Jones, aber in Natura ist es ungleich eindrucksvoller. In Petra konnte auch der Reitleidenschaft auf Pferden und Kamelen gefrönt werden, was den kilometerlangen Wanderungen in den Schluchten einen besonderen Reiz verlieh.

Petra

Blick von unserem Hotel auf Petra

Königsgräber in Petra

Königsgräber

Gruppe vor dem nabatäischen Felsentempel ad-Deir

Eine Wanderung auf einem teilweise steilen Bergpfad mit über 800 Stufen durch das Wadi Kharareeb führte uns zum nabatäischen Felsentempel ad-Deir, wo wir uns zu einem Gruppenbild sammelten. Der Name ad-Deir, auf Deutsch "Kloster", geht darauf zurück, dass sich im Mittelalter Mönche darin niederließen.


schattiges Plätzchen

Ein schattiges Plätzchen im roten Felsen


Kettenverkäuferin

Eine Kette ein Euro - Ich will aber keine Kette

Am Weg nach Akkaba zum Roten Meer besuchten wir die Wüste Wadi Rum, wo wir das farbenprächtige Wüstental erkundeten. Zunächst las uns Theo aus dem Alten Testament vor, wie die Israeliten durch die Wüste zogen.

Teo im Wadi Rum

Dann zogen wir selber los - aber mit Geländeautos.

Wadi Rum

Wadi Rum


Sehr kontrastreich zur Wüste war dann unser Aufenthalt am Meer. Einige von uns fuhren mit einem gecharterten Boot zu den Korallenriffen, wo wir mit Taucherbrille, Schnorchel und Flossen ausgestattet die bizarre Unterwasserwelt mit ihren vielen bunten Fischen aus der Nähe betrachten konnten.

Am Roten Meer

Korallenriffe

Irrsinnig schell war die Jordanienreise wieder zu Ende. Wir fuhren mit unserem Bus zurück nach Amman, wo wir noch einmal im Hotel Geneva übernachteten. Noch einmal genossen wir das jordanische Abend-Buffet mit den orientalischen Köstlichkeiten. Und noch einmal weckte uns der Muezzin um 4 Uhr. Diesmal gerade richtig, denn wir mussten schon ganz zeitig am Flughafen sein. Etwas müde vom langen Flug, aber erfüllt mit Eindrücken aus Jordanien kamen wir in Kloten an, wo wir uns herzlich Lebewohl sagten.