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Gerasa ist eine der grössten und am besten erhaltenen spätantiken Städte. Zu sehen gibt es prächtige Säulenstraßen, Tore und Plätze, zwei imposante Tempelanlagen und Theater und die Reste zahlreicher frühbyzantinischer Kirchen.

Die antike Stadt war in römischer Zeit größer als der moderne Ort heute. Die meisten antiken Gebäude, die man heute in Gerasa besichtigen kann, stammen aus der römischen Zeit. Im 1. Jahrhundert n. Chr. schien, wie in allen Städten der Levante, auch in Gerasa ein Bauboom angebrochen zu sein, der mindestens zwei Jahrhunderte anhielt. Aus dieser Zeit stammen der Artemis/Diana-Tempel, der Zeus/Jupiter-Tempel und die Prachtstraßen.

Hadriansbogen

Die Bürger der Stadt erbauten ihn zu Ehren des römischen Kaisers Hadrian anlässlich seines Besuchs in ihrer Stadt im Winter 129/130 n. Chr. Mit über 37 m Breite, 21 m Höhe und ca. 9 m Tiefe ist er einer der größten dieser Art im Römischen Reich. Da die umherliegenden Teile identifiziert werden konnten, war die Rekonstruktion des Bauwerks möglich. Als wir dort waren war da noch ein Gerüst zu sehen.

Hadriansbogen

Hippodrom

Gleich hinter dem Hadriansbogen sieht man links (westlich) am Weg das etwa 265 m lange und 76 m breite Hippodrom. Nach Aussage der Archäologen, die es ausgegraben und rekonstruiert haben, ist es zwar der kleinste der 48 heutzutage bekannten römischen Circus-Bauten, doch "in seinen funktionalen und technischen Elementen der am besten erhaltene". Rechts des Weges sind die Reste der kleinen Marianos Kirche zu besichtigen.

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Südtor

Das Südtor ist genauso wie der etwas später entstandene, wesentlich größere Hadriansbogen zu Ehren des römischen Kaisers Hadrian anlässlich seines Besuchs in Gerasa im Winter 129/130 n. Chr. erbaut worden.

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Zeus Tempel

Das hohe Mauerwerk des Kryptoportikus, hinter dem ein fast 90 m langes Tonnengewölbe liegt, stützt eine 100 m lange und 50 m breite Terrasse, auf der sich der sakrale Bereich (Temenos) des Heiligtums befindet. Gut erkennbar sind die Reste der Außenwände des Temenos mit vorgeblendeten Halbsäulen.

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Südtheater

Es ist das größte und älteste der drei Theater des antiken Gerasa. Weitere sind das Nordtheater und das in Birketein, etwa 1,7 km nördlich der archäologischen Stätte. Das Südtheater wurde direkt neben dem Zeus-Heiligtum an die Westseite desselben Hügels gebaut und könnte auch kultischen Zwecken gedient haben. Obwohl die Bewohner bis in die 1950er Jahre hinein Steine von hier für den Bau ihrer Häuser plünderten, blieb es erstaunlich gut erhalten. Nach aufwendiger, wenngleich nicht immer sachgerechter Restaurierung und Rekonstruktion in verschiedenen Phasen wird das Südtheater mit seiner ausgezeichneten Akustik als ein Hauptveranstaltungsort des Jerash Festivals der Kultur und Künste genutzt. Von den oberen Sitzreihen hat man einen großartigen Blick über die archäologische Stätte.

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Ovaler Platz

ovaler Platz

Der Ovale Platz, der auch als Ovales Forum bezeichnet wird, verbindet die beiden Hauptachsen der antiken Stadt auf geschickte Weise miteinander. Hier beginnt die 800m lange Säulenstrasse, die Cardo Maximus.

Ovaler Platz

Cardo und Decumanus

Die Säulenstraßen von Gerasa gehören zu den am besten erhaltenen dieser Art im Nahen Osten. Obwohl ihre Ausrichtung vom strikten griechisch-römischen Schema abweicht, werden die dafür üblichen Bezeichnungen der Hauptachsen verwendet: Cardo für die zentrale Nord-Süd-Verbindung und Decumanus für die beiden großen Querstraßen, die den Cardo im Süden und im Norden im rechten Winkel kreuzen.

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Nymphäum

Als Gerasa aufblühte und expandierte, benötigte die Stadt erheblich mehr Wasser. Um 125 n. Chr. wurde das Wasserversorgungssystem gebaut und Ende des 2. Jahrhunderts ist auch angesichts des wachsenden Bedarfs der Bäder die Kapazität des Hauptaquädukts erhöht worden. Einer Inschrift zufolge, in der die Stadt als Auftraggeber genannt ist, wurde dieses imposante Nymphäum 191 n. Chr. fertig gestellt. Es sollte die zahlreichen kleinen öffentlichen Brunnen, die es schon zuvor entlang des Cardo gab, durch eine Hauptwasserquelle ergänzen.

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Artemis Tempel

Das Artemis-Heiligtum wurde im 2. Jahrhundert nach Christus errichtet. Schon in seiner Entstehungszeit war er eines der bedeutendsten Bauwerke der Stadt und mit seinen Maßen von 160 mal 120 Metern eines der imposantesten Monumente Gerasas. Einst verfügte der Tempel über 32 tragende Säulen, von denen heute allerdings nur noch elf aufrechtstehend erhalten sind und die das Bild des Tempels entscheidend prägen.

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Nordtheater und Bauten im Norden

Das Nordtheater ist in der ersten Hälfte des 2. Jh. n. Chr. entstanden. Es wurde als ein Bouleuterion erbaut, d.h. als Versammlungsort der Boule (Stadträte) und Vertreter weiterer Verwaltungseinheiten von Gerasa.

Ausserdem gibt es im Norden auch noch die Reste der Isaias Kirche, das Tetrapylon, die Westthermen und das Nordtor zu sehen.

Das Bild vom Mosaikboden stammt von den Überresten der Kirche der Heiligen Cosmas und Damian.

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