Die ehemalige Hauptstadt des Herzogtums Modena und Reggio ist heute eine moderne Industriestadt mit historischem Stadtkern (Centro Storico). Sie liegt in der Region Emilia-Romagna in der gleichnamigen Provinz Modena.
Die Geschichte Modenas ist eng mit der Figur des Heiligen Geminianus verbunden. Er war Bischof in der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts und ist der Schutzpatron der Stadt. Ihm sind mehrere Legenden gewidmet. Eine davon erzählt, dass er die Stadt im Jahr 451 vor Attilas Hunnen rettete, indem er sie unter einer dichten Nebeldecke verbarg.
Zu bewundern gibt es den Dom von Modena, ein Meisterwerk des romanischen Stils.
Modena ist auch verbunden mit den renommiertesten italienischen Automobilherstellern. Ferrari, Maserati und Pagani (Luxus-Sportwagen) haben hier ihren Hauptsitz oder ihre Produktionsstätten, was die Stadt zu einem wahren Paradies für Autoliebhaber macht.
Piazza Grande
Im Zentrum der historischen Altstadt liegt der Piazza Grande. Dort befinden sich der Dom San Geminiano, der Palast des Erzbischofs und das Rathaus. Dieses Ensemble wurde 1997 zum Weltkulturerbe der UNESCO erklärt.
Der Palazzo Comunale (Stadthaus) von Modena geht auf das 12. Jahrhundert zurück. Das heutige Erscheinungsbild erhielt er aber im 16. Jahrhundert.
Dom San Geminiano
Mit dem Bau des romanischen Doms wurde 1099 unter der Bauleitung des Langobarden Lanfranco begonnen. Die Weihe fand 1184 statt,
doch der Dom wurde erst 1322 fertiggestellt.
Die Arbeiten an der Fassade wurden von dem Bildhauer Wiligelmus durchgeführt.
Wie in Italien üblich, wurde der freistehende Campanile errichtet. Der 86 Meter hohe Glockenturm ist allgemein bekannt unter dem Namen Torre Ghirlandina. Diesen Namen verdankt er den Marmorgeländern, die die Turmspitze wie eine Girlande umgeben. Die letzten Stockwerke des im Jahr 1319 fertiggestellten Turms zeigen bereits deutlich gotischen Einfluss.
Rund um den Dom
Im Dom
Palazzo Ducale
Der Herzogspalast war zwischen dem siebzehnten und neunzehnten Jahrhundert der Sitz der Familie Este. Nach der Vereinigung Italiens, beherbergte der Palast die renommierte Militärakademie und das Geophysikalische Observatorium von Modena.
An den Palazzo Ducale grenzen die ehemaligen herzoglichen Gärten, eine Parkanlage mit botanischem Garten (Parco Giardino Ducale Estense) und einem kleinen Kunstmuseum, dem
Palazzina Vigarani
Das Gartenpalais ist ein historisches Bauwerk aus dem Jahr 1634.
So sieht der Palazzo Vigarani aus.
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Die Synagoge von Modena an der Piazza Mazzini
Die Piazza Giuseppe Mazzini liegt unweit der bekannten Via Emilia. Sie wurde Anfang des 20. Jahrhunderts als Teil eines Stadtsanierungsprojekts anstelle des alten jüdischen Ghettos angelegt.
Die Synagoge wurde zwischen 1869 und 1873 im neoklassizistischen Stil erbaut und beeindruckt mit ihrer imposanten Fassade.
Auf dem Platz befindet sich eine historische Bronzebüste von Giuseppe Mazzini, die 1874 vom Bildhauer Giuseppe Grandi geschaffen wurde.
Giuseppe Mazzini war ein italienischer Philosoph, Journalist, Politiker und Freiheitskämpfer des Risorgimentos, das sich für die Einheit, Unabhängigkeit und Freiheit Italiens einsetzte.
Chiesa di San Giorgio
Die Kirche San Giorgio wurde Mitte des 17. Jahrhunderts nach einem Entwurf des herzoglichen Architekten Gaspare Vigarani im Stil des Barock erbaut.
Auf dem Hauptaltar befindet sich das 1617 von Pietro Paolo dell'Abbot nach dem Vorbild der Jungfrau in der Kirche Santa Maria della Vita in Bologna angefertigte Marienbild.
Aceto Balsamico
Modena ist die Heimat des Aceto Balsamico, der in seiner traditionellen Form aus der hier angebauten Lambrusco-Traube gewonnen wird. Wir haben die Fabrik Acetaia Marchi besucht.
Weitere Fotos von Modena
Am späteren Nachmittag fuhr unser Grüppli mit dem Bus wieder zurück in unser Quartier in Mantua. Es stand kein gemeinsames Abendessen am offiziellen Programm, also organisierten wir eines. Andere Ausflüge führten uns nach Parma und bei der Heimfahrt nach Bergamo.