Palermo ist die Hauptstadt der italienischen Insel Sizilien. In der Kathedrale von Palermo aus dem 12. Jahrhundert befinden sich Königsgräber und das imposante, neoklassizistische Teatro Massimo beherbergt die Oper der Stadt. Ebenfalls im Zentrum liegen der Normannenpalast, ein früherer Königssitz, der auf das 9. Jahrhundert zurückgeht, und die Cappella Palatina mit ihren byzantinischen Mosaiken. Zu den geschäftigen Märkten Palermos gehören der zentrale Straßenmarkt von Ballarò und der Vucciria-Markt in der Nähe des Hafens.
Kathedrale
In der Kathedrale befindet sich das Grab der Heiligen Rosalia. Sie ist die Patronin von Palermo und Sizilien.
Der Staufer Friedrich II., römisch-deutscher Kaiser und König von Sizilien, hat hier im Dom von Palermo neben seinem Vater Heinrich VI. seine letzte Ruhestätte. Er ist im Jahre 1250 gestorben und es werden ihm noch immer frische Blumen gebracht!
Heinrich IV. wurde im Jahre 1156 als Sohn Friedrich Barbarossas und Beatrix von Burgund geboren. Er heiratete 1186 Konstanze, die als Tochter des Normannenkönigs Roger II. von Sizilien Tante und Erbin des Normannenkönigs Wilhelm II. war.
Piazza Politeama
Dieser grosse Platz grenzt an Piazza Ruggero Settimo und ist allgemein als Piazza Politeama bekannt. Die Gegend ist von belebten Straßen, Geschäften, Restaurants, Marktständen und dem beeindruckenden Teatro Politeama Garibaldi umgeben.
Das Teatro Politeama wurde 1867 bis 1874 von Giuseppe Damiani Almeyda im Stil des Neoklassizismus erbaut. Dabei liess Almeyda sich von Bauten aus Pompeji inspirieren.
Teatro Massimo
Hier finden international beachtete Opern- und Ballettaufführungen statt und machen Palermo zu einem der bedeutendsten "Spielplätze" Europas.
Via Maqueda
Die Via Maqueda ist eine historische Fussgängerstrasse in Palermo, die vom Teatro Massimo zum Bahnhof führt und durch die Bedeutung der historischen Gebäude, der Quattro Canti und der Piazza Pretoria hervorsticht. Diese "neue Strasse" aus dem 16. Jahrhundert ist nach dem damaligen Vizekönig von Sizilien, Bernardino de Cárdenas, Herzog von Maqueda, benannt und zeichnet sich durch ihre prächtige Architektur und ihren Reichtum an Denkmälern aus.
Hier sehen Sie Fotos von der Strasse sowie einen Blick in einige romantische Seitengässchen, in denen man sich leicht verirren kann.
Quattro Canti
Offiziell heisst der Platz Piazza Vigliena nach dem spanischen Vizekönig Juan Fernandez Pacheco de Villena, der das Architektur-Ensemble erbauen liess. Der Platz wird auch Teatro del Sole genannt, weil den ganzen Tag über das Sonnenlicht auf eine der Eckfassaden fällt. An den vier Ecken des Platzes stehen die Figuren von Phillip III. (im ersten Bild links), Karl V. (im ersten Bild rechts), Phillip II. und Phillip IV.
Piazza Pretoria
Die Piazza Pretoria wurde im 16. Jahrhundert angelegt, um den manieristischen Brunnen Fontana Pretoria darauf zu errichten. Aufgrund der nackten Statuen dieses Brunnens erhielt die Piazza Pretoria im Volksmund den Namen Piazza della Vergogna (Platz der Schande). Diese Herleitung ist jedoch nicht unumstritten. Eine andere Erklärung geht auf die Herkunft der Statuen zurück. Ursprünglich waren sie für den Park eines Schlosses in Florenz gebaut worden. Als die Eigentümer bankrott gingen, verkauften sie die Statuen an einen Abnehmer in Palermo. Das Ensemble wurde in über 600 Teile zerlegt, verschifft und unter der Aufsicht eines Sohnes des Schöpfers wieder aufgebaut. Angesichts des Hungers und der allgemeinen Not äußerten die Palermitaner ihre Empörung darüber, indem sie den Platz Piazza Vergogna tauften.
An der Ostseite der Piazza Pretoria, gegenüber der Straße, liegt die Dominikanerkirche Santa Caterina. Im Süden wird der Platz vom Palazzo Pretorio, dem Rathaus Palermos, abgeschlossen.
San Giuseppe dei Teatini
Die Basilika San Giuseppe dei Teatini liegt an der Via Maqueda gegenüber der Piazza Pretoria.
Die Kirche wurde von Giacomo Besio, einem Mitglied des Theatinerordens, entworfen und zwischen 1612 und 1645 errichtet.
Die drei Schiffe der Kirche der Basilika sind durch Marmor Säulen voneinander getrennt. Geschmückt ist die Kirche durch Fresken, Gemälde, Stuckarbeiten und Skulpturen. Im 18. Jahrhundert bekam die Kirche durch Giuseppe Mariani eine Kuppel, die mit farbiger Keramik gedeckt ist.
Chiesa di S. Maria dell'Ammiraglio
Die Kirche, auch La Martorana genannt, liegt unweit der Quattro Canti an der Südseite der Piazza Bellini neben der Kirche San Cataldo. Beide stammen aus dem 12. Jh.
Im 17. Jh. wurde die romanische Apsis eingerissen und zu einem rechteckigen barocken Altarraum erweitert. Dem ehemaligen Atrium wurde eine Barockfassade zur Piazza Bellini hin vorgesetzt. Bei einer Restaurierung im 19. Jahrhundert wurde teilweise der mittelalterliche Zustand wiederhergestellt.
Am höchsten Punkt der Kirche, in dem Mosaik aus dem 12. Jh. in der Vierungskuppel, ist Jesus Christus als Pantokrator dargestellt. Ihm zu Füßen liegen vier Engel in anbetender Stellung. An den Seiten des achteckigen Tambours der Kuppel sind acht Propheten dargestellt, in den Ecknischen beim Übergang des Tambours in das Vierungsquadrat die vier Evangelisten.
San Giovanni degli Eremiti
Das normannische Kirchengebäude liegt nahe dem Normannenpalast. Als wir dort ankamen, war die Kirche leider schon geschlossen und wir konnten nur die Reste des Kreuzgangs besichtigen. Er stammt aus dem 13. Jahrhundert und gehört zu den zerstörten Gebäuden des Konventes. Doppelsäulen aus Marmor tragen die leicht spitzbogigen Arkaden. In der Mitte des Kreuzgangs steht ein Brunnen.