Nach 1172 errichtete der sizilianische König Wilhelm II. Monreale - 7 km südwestlich von Palermo - als Sitz eines Klosters und ließ einen festungsartigen Gebäudekomplex erbauen, zu dem eine Kathedrale, ein erzbischöfliches Palais, ein Königspalast und ein Benediktinerkloster gehörten. Im Jahr 1183 erreichte er die Erhebung von Monreale zum Erzbistum durch Papst Lucius III. Von den Bauten ist heute lediglich der Dom mit dem Kreuzgang erhalten geblieben. Um diesen Komplex herum entwickelte sich der mittelalterliche Ort.
Kathedrale
Mit etwa 6.340 m² Mosaikfläche aus dem 12. Jahrhundert ist sie eine der bekanntesten Kathedralen auf Sizilien. Besonders sehenswert ist auch das berühmte Bronzetor von Pisano aus dem Jahr 1186.
Am zweiten Bild sieht man die Nordseite mit der barocken Kuppel. Das Dach wird von Besuchern frequentiert.
Im Innen erlebt man eine Symbiose aus romanischer (Baukörper), arabischer (Blendbögen, Intarsien an den Außenmauern, besonders den Apsiden) und byzantinischer (Goldgrund-Mosaiken an den Innenwänden) Kunst.
In der Hauptapsis ist Christus als Pantokrator (Weltenherrscher) dargestellt. In den Medaillons des rahmenden Bogens sind Christus, Emanuel, David, Salomon, Elias, Samuel, Daniel, Gedun, Nathan und Eliseus abgebildet. Darunter befinden sich Maria mit dem Jesuskind, neben ihr die Erzengel Gabriel und Michael.
In der Kirche befinden sich einige Gräber der Normannenherrscher.
Die Goldgrund-Mosaike des Mittelschiffs und der Westwand zeigen in zwei Reihen Szenen aus dem Buch Genesis, dem ersten Buch des Alten Testaments: in der oberen Reihe die Schöpfungsgeschichte von dem Sechstagewerk bis zur Vertreibung aus dem Paradies, in der unteren Reihe Szenen aus dem Leben der Stammväter Noah, Abraham, Isaak und Jakob.
Kreuzgang
Der Kreuzgang ist der einzige noch verbliebene Rest des zu dem Gebäudekomplex der Kathedrale gehörenden Benediktinerklosters. Er hat eine Größe von 47 x 47 Meter. Auf jeder der vier Seiten des Kreuzgangs befinden sich 26 spitzbogige Arkaden.
Die Kapitelle sind alle unterschiedlich gestaltet, sie zeigen als Reliefs Szenen aus der Bibel oder symbolische christliche und islamische Darstellungen.