Am Rande der Stadt Bückeburg in Niedersachsen steht das von einem Wassergraben umgebene Schloss Bückeburg. Es ist Stammsitz des Hauses Schaumburg-Lippe.
Vor dem Schloss steht der Tugendbrunnen aus dem Jahr 1552.
Im Schloss können einzelne Räume besichtigt werden, darunter die Schlosskapelle, der Goldene Saal und der Grosse Festsaal.
Die Schlosskapelle
Nach dem Eintritt in die Kapelle muss man sich zuerst an die Dunkelheit gewöhnen und staunt dann über die golden glänzende Ausstattung.
Die Wandflächen sind vollständig mit biblischen Szenen und Ornamenten ausgemalt, darunter ein Passionszyklus in den Fensternischen. Der Altar besteht aus einem von zwei Engeln getragenen Tisch. Zentral hinter ihm, über einer mit korinthischen Säulen gegliederten Nischenreihe, befindet sich die breite, aus Holz geschnitzte und vergoldete Kanzel mit den Reliefs "Verkündigung an Maria", "Anbetung des Jesuskindes" und "Kreuzigung Christi". An der gegenüberliegenden Wand befindet sich die ebenfalls reich geschnitzte und vergoldete Fürstenloge. Unter ihr hängt ein grossformatiges Gemälde mit der Darstellung des Jüngsten Gerichts.
Goldener Saal
Beeindruckend ist die Prunktür, die "Götterpforte".
Grosser Saal
Mit einer Raumhöhe von neun Metern, einer Länge von 25 Metern, einer Deckenmalerei und rosafarbenen Stuckmarmorsäulen ist dieser Saal in Norddeutschland einzigartig. Es finden hier das ganze Jahr über die verschiedensten Veranstaltungen wie z. B. Hochzeitsfeiern statt. Er diente auch schon als Filmkulisse.
Hofreitschule Bückeburg
Zum Schlossensemble von Bückeburg gehörten schon immer Pferdestallungen. Dies hängt mit der unschätzbar wichtigen Bedeutung des Pferdes für den Menschen zusammen. Der heute noch existierende Marstall wurde 1621 im Zuge umfangreicher Baumassnahmen der Weser-Renaissance erbaut und beherbergt seitdem ununterbrochen Pferde.
Wir genossen eine eindrucksvolle Reitvorführung im Renaissance Reithaus.