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Bereits 1030 erhielt Chiavenna vom Bistum Como das Stadtrecht. Ab der Stauferzeit 11./12. Jh. bis ins 14. Jh. gehörte Chiavenna zum Herzogstum Schwaben. Im Jahre 1176 soll hier der Kniefall Kaiser Friedrich I. Barbarossas vor seinem Vetter Heinrich dem Löwen statt gefunden haben *).

Im 14. Jahrhundert kauften die Visconti, die Herrscher über das Veltlin geworden waren die Stadt.

Graubünden hat die Stadt 1512 annektiert und die Burg zerstört. 1797 wurde sie Teil der Cisalpinischen Republik und teilte das Schicksal der Lombardei, wurde 1815 österreichisch und ist seit 1859 italienisch.


Auf der Brücke über den Fluss Mera steht dieser wunderschöne Nepomuk und erinnert ein wenig an die Habsburgerzeit von Chiavenna.

Er heisst dort übrigens Giovanni Nepumugeno. Siehe meine Nepomuksammlung.


Kirche San Lorenzo

Die Gebäude der St. Lorenz Kirche stammen ursprünglich aus dem 5. Jahrhundert. Die Arkaden wurden zwischen dem 17. und 18. Jh. erbaut Der Glockenturm aus dem 16. Jh. überragt die Kollegiatskirche.

Durch die Arkaden erreicht man die Taufkapelle: der Taufbrunnen, der aus einem einzigen Steinblock hergestellt wurde, stammt aus dem Jahre 1156. Das Becken ist mit einem Dekorationsrelief versehen, das die Karsamstagszeremonie darstellt.


In dieser Kirche hat unsere Susi die Orgel gespielt.



Impressionen

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Il Castello
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Piazza Crollalanza
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Piazza Rudolfo Pestalozzi
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Johannes Nepomuk auf der Brücke über die Mera
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Die Mera
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Piazza Rudolfo Pestalozzi
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San Lorenzo
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San Lorenzo


Friedrich Barbarossa's Kniefall vor Heinrich dem Löwen,
ein folgenschweres Ereignis.

Der Staufer Kaiser Barbarasso war auf die Unterstützung seines treuen Herzogs von Bayern und Sachsen, Heinrich den Löwen angewiesen. Er brauchte Truppen für einen weiteren Feldzug gegen die Lombarden. Heinrich missfiel die Italienpolitik seines Kaisers Barbarossa schon lange und wollte keinen neuen Krieg und verweigerte die Unterstützung. In Chiavenna, das damals zum Herzogtum Bayern gehörte, kam es zum geschichtsträchtigen Kniefall.  Barbarossa kniete vor Heinrich dem Löwen und bat um die Entsendung von Truppen. Heinrich verweigerte. In der Folge verlor Barbarossa die Schlacht. Bei nächster Gelegenheit wurde Heinrich der Löwe als Herzog beider Länder abgesetzt und er wurde in die Verbannung geschickt. Auch ein Kniefall Heinrich des Löwen vor Barbarossa konnte das nicht verhindern. Heinrich der Löwe musste als Busse nach Santiago de Compostela pilgern. Um die Abhängigkeit von einem einzigen Herzog zu verringern, verkleinerte Barbarossa das Herzogtum Bayern und löste die Steiermark heraus. Es entstand ein neues selbständiges Herzogtum Steiermark mit der Hauptstadt Steyr (ein wichtiger Schritt für die Entstehung von Österreich). Die Herrschaft der Welfen in Bayern war zu Ende, die neuen Herzöge kamen aus dem Hause der Wittelsbacher.