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Höhepunkt der heutigen Etappe war die Überquerung des höchsten Punkts am Spanischen Jakobsweg, der Pass 'Cruz de Ferro'. Der Aufstieg war gar nicht so anstrengend, wie ich mir das vorgestellt hatte. Nur bei wenigen ganz steilen Stellen musste ich absteigen und schieben.  Es war sehr kalt. Oben im Nebel hatte es nur 8 Grad. Da ich keine Handschuhe mit hatte - wer denkt schon daran, wenn er im Sommer nach Spanien geht - haben meine Finger beim Bergabfahren etwas gelitten.

Frühmorgens bei Temperaturen um die 8 Grad geht es in die Nebelwand.

Cruz de Ferro

Cruz de Ferro, 1504 m.
Der höchste Punkt des Spanischen Jakobswegs.
Wie alle Pilger so habe auch ich hier einen Stein abgelegt.


Die rasante Abfahrt führt an dieser Herberge mit den viel fotografierten Schildern vorbei - Santiago 222 km - ein Katzensprung!


Bei der Abfahrt begann ich zu frieren. Die Finger wurden ganz steif und ich konnte nicht mehr richtig bremsen. Zeit für einen kurzen Stopp. Dabei ist dieses Foto entstanden.


Brücke bei Molinaseca

Im Tal unten angelangt fand ich diese wunderschöne romanische Brücke über den Río Meruel beim Ort Molinaseca.

Schon bei den Römern war hier ein Mansio genanntes Rasthaus und eine Pferde­wechselstelle. Im Ort fuhr ich durch die Calle Real, an der früher ein Pilger&hy;hospiz lag und die früher Calle de los Peregrinos hiess.

Molinaseca
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Durchfahrt durch Molinaseca


Jetzt sind es nur noch 8 km bis Ponferrada. Die Einfahrt gestaltete sich etwas schwierig. Nach eifrigem Kartenstudium kam ich endlich zum Rathausplatz.

(Bild unten aus dem Internet)

Ponferrada

Templerburg in Ponferrada
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Nach der langen Abfahrt habe ich in Ponferrada diese Burg besichtigt und mich in der Sonne langsam wieder aufgewärmt.

Die Templerritter errichteten im Mittelalter diese Burg zum Schutz des Jakobswegs. Von aussen entspricht dieses Kastell den Idealvorstellungen einer Burg. Sie sieht aus, als wäre sie aus Legosteinen errichtet. Eintritt für Pilger mit Pilgerpass frei.

 zum Vergrössern auf das Bild klicken!


Die Mauern sind zwar wunderschön, aber im Inneren der Burg ist leider nicht mehr viel zu sehen.

Man beachte mein Outfit. Es ist Mittag und über 30 Grad warm. Von der Abfahrt war ich so ausgefroren, dass mir immer noch kalt war.


Villafranca del Bierco

Die Fahrt ging noch lange weiter über Villafranca del Bierco - im Bild das Kastell aus dem 15. Jh. mit wulstigen Rundtürmen - bis nach Vega del Valcarce.


Saal in der Herberge Vega del Valcarca

Die Herberge am Ortsanfang war recht einfach. Ein grosser Schlafraum im ersten Stock (keine Stockbetten) war nur über eine Aussen­stiege erreichbar, der Ess- und Aufenthalts­raum war im Erdgeschoss. Zu den Toiletten und recht einfachen Duschen musst man wegen der Aussenstiege ins Freie. Das war wegen Regen und Kühle etwas unangenehm.

Am Abend trafen sich die Pilger zum gemeinsamen Abendessen.

Fotos: Gerhard Eichinger