Früh am Morgen habe ich die Stadt Leon verlassen und bin durch die menschenleere Innenstadt gerollt. Dann führt der Pilgerweg auf der Nationalstrasse weiter.

Ausfahrtsstrasse Leon

Das wollte ich fotografisch festhalten, die Ausfahrt aus der Stadt Leon. Am rechten Streifen führt der Weg des Radpilgers. Einem eigenartigen Naturgesetz folgend herrscht immer Gegenwind und es geht immer bergauf - also gut, fast immer! Die Lastautos donnern vorbei und erzeugen einen Windstoss, auf den man als Radfahrer gefasst sein muss.

Auch den Fusspilgern am Gehweg auf der anderen Strassenseite geht es nicht viel besser.


Moonblumen

Endlich konnte ich, meinem Radführer folgend, wieder auf Nebenstrassen fahren. Da sieht die Welt gleich viel schöner aus.


Puente de Orbigo

Da lag sie plötzlich vor mir, die Puente de Orbigo, für mich eine der schönsten romanischen Brücken am spanischen Jakobsweg.


Puente de Orbigo

Damit man sieht, dass es da auch noch Wasser gibt, habe ich diese Aufnahme gemacht.


Gerhard auf der Puente de Orbigo

Jetzt kommt der grosse Moment. Andächtig schiebe ich mein Rad über die gebogene Brücke und denke mir "1000 Jahre hat sie auf mich gewartet".

Noch weitere Fotos von meiner Lieblingsbrücke und von der Begegnung mit dem alten Spanier sind auf einer extra Seite.


Astorga Kathedrale

Noch ein kleiner Berg muss bezwungen werden, bis ich so gegen Mittag durch ein Tor in der römischen Stadtmauer in die Altstadt von Astorga komme. Der erste Weg führt zur Kathedrale.


Kathedrale von Astorga, Front

Innen gotisch, aussen Renaissance oder spanisches Barock würde ich sagen. Interessant ist der rosarote Stein.


Astorga, Bischofspalast von Gaudi

Gleich neben der Kathedrale ist der Bischofspalast, ein Gaudi Haus.


Pilgerherberge in Rabanal del Camino

Nach Astorga begann der stetige Aufstieg in die Leoner Berge. Auf halber Höhe in Rabanal del Camino habe ich wie vereinbart meinen Pilgerkollegen Hans in dieser romantischen Herberge wieder getroffen.


Schlafsaal der Pilgerherberge in Rabanal del Camino

In dieser privaten Herberge sind Männlein und Weiblein im Schlafsaal bunt gemischt. Da kam eine Fusspilgerin und warf sich erschöpft auf ein Bett. Als ich dann zu Hans sagte: "Machen wir noch einen Spaziergang?", meinte sie sehr sarkastisch "Darauf kann ich verzichten!".


heissgelaufene Pilgerin

Eine andere Fusspilgerin kühlt im Innenhof der Herberge ihre heissgelaufenen Füsse.

Man beachte den Pullover. Der war dringend nötig bei 16 Grad.


Pfeil

Fotos: Gerhard Eichinger

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Rabanal - Vega del Valcarce