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Straubing kann auf eine lange Geschichte zurückblicken, Kelten und Römer siedelten schon hier. Das Römerkastell "Sorviodurum" zeugt davon. Funde sind im Gäubodenmuseum ausgestellt. Heute präsen­tiert sich die mittelalterliche Stadtanlage mit prächtigen Patrizierhäusern und gotischen Zeitzeugen.

Straubing Marktplatz mit Turm

Stadtplatz mit Dreifaltigkeitssäule und Stadtturm


Straubing Rathaus

Aus dem grünen Haus am Stadtplatz (der hier Theresienplatz heisst) wächst der Stadtturm empor.

Auf einer Tafel steht: Stadtturm erbaut 1316 bis etwa 1400. Madonna (1675).

Rechts das Haus mit den (neu-) gotischen Giebeln ist das Rathaus.


Straubing Barockhäuser

So präsentiert sich die schön herausgeputzte Stadt in ihrer Barockpracht. Beim grossen Stadtbrand 1780 sind die mittelalterlichen Häuser zerstört worden. Es finden sich aber auch noch genügend Zeugen der früheren Vergangenheit, war doch Straubing einst stolze Hauptstadt des Wittelsbacher Herzogtums "Straubing-Holland" 1353 - 1425. siehe Wikipedia


Sehr beeindruckt hat mich die St. Jakobs Basilika. Der gotische Prachtbau hat leider beim Stadtbrand schwer gelitten und hat deshalb heute barocke Elemente, wie z.B. den Zwiebelturm und klassi­zistische Elemente. Das Innere der Kirche ist sehens­wert. Die gotischen Fenster sind grossteils erhalten. Eines davon (Moses Fenster) hat Albrecht Dürer entworfen. Der Altar wurde 1486 vom Michael Wohlgemut gestaltet. Er war der Lehr­meister von Albrecht Dürer. Nach vielen barocken und klassizistischen Umbauten, präsentiert er sich heute in einer gotischen Form mit dem Original Schrein samt Figuren. In den Seitenkapellen findet man diverse Kunstwerke wie z. B. ein Bild von Hans Holbein.


Straubing Jakobsbasilika Altar

Neugotischer Altar mit echtem gotischen Kern

Moses Fenster

Moses Fester


Hans Holbein d. Ältere: Madonna mit Kind

Madonna mit Kind v. Hans Holbein d. Ä.

In einer Seitenkapelle auf der linken Seite ist mir dieses Bild aufgefallen.

Holbeins Madonna entstand 1502. Eine gewisse Ähnlichkeit mit dem berühmten Mariahilfbild von Lukas Cranach (1537) ist nicht abzustreiten.

Hat sich Lukas Cranach hier inspirieren lassen?


Den Abschluss meines Aufenthalts in Straubing bildete ein Besuch der romanischen St. Peter Kirche.

Um 1180 errichtete das Augsburger Domkapitel im alten Siedlungskern Straubings eine dreischiffige Pfeilerbasilika, die auf Resten eines römischen Kastells und karolingisch-ottonischer Kirchbauten steht. St. Peter besitzt zwei wertvolle romanische Tympanons, birgt im Innern einen romanischen Christus (um 1200) und eine ergreifende Pietá (um 1340).

Der ummauerte Friedhof mit Grabmälern vom 14. bis zum 19. Jahrhundert gehört zu den bedeutendsten und schönsten Friedhofsanlagen im deutschen Sprachraum.

Straubing Peterskirche

Süd- und Nordturm sind bis zum Obergeschoss romanisch.

Das schlichtere Südportal ist nur einfach gestuft. Im Tympanonrelief kämpft ein Basilisk gegen einen Löwen. Der Basilisk mit seinem Gift­hauch galt als Schlangenungeheuer, der Löwe war das Sinnbild der Kraft.


romanisches Tor der Peterskirche in Straubing

Das doppelt gestufte, mit Säulen ausgesetzte Westportal ist mit feinem Dekor aufwändig gestaltet. Im Tympanonfeld befindet sich eine Reliefgruppe, die den Kampf eines Ritters gegen einen menschen­verschlingenden Drachen zeigt.

Für eine grössere Ansicht des Tympanons auf obiges Bild klicken!


Im Areal der Peterskirche befinden sich die berühmte Totentanzkapelle und die Agnes Bernauer Kapelle mit deren Grabplatte.

Berühmte Namen, die zu Straubing gehören:

Agnes Bernauer

Agnes Bernauer: Sie war die Geliebte und vielleicht auch die erste Ehefrau des bayerischen Herzogs Albrecht III. Durch diese nicht standesgemäße Verbindung geriet Albrecht in Konflikt mit seinem Vater Ernst, der Agnes Bernauer 1435 als Hexe bei Straubing in der Donau ertränken liess.

Alle vier Jahre finden in Straubing die Agnes-Bernauer-Festspiele statt, bei denen die Geschichte von Laienschauspielern in Szene gesetzt wird.

Im Kaffee Krönner in Straubing gibt es eine Agnes Bernauer Torte.


Fraunhofer

Joseph von Fraunhofer (* 6. März 1787 in Straubing; † 7. Juni 1826 in München) war Optiker und Physiker. Er begründete am Anfang des 19. Jahrhunderts den wissenschaftlichen Fernrohrbau. Ein Objektivtyp, das Fraunhofer-Objektiv, wurde nach ihm benannt.

Durch seine innovative Denkweise wurde Joseph von Fraunhofer zum Vorbild und Namensgeber der heutigen Fraunhofer-Gesellschaft, die wiederum durch das MP3 Format für digitale Musikaufzeichnung berühmt wurde.


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