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Lauingen an der Donau entstand aus einer alemannischen Ansiedlung des 6./7. Jahrhunderts. Durch eine Schenkung kam der Ort Mitte des 8. Jahrhunderts an das Kloster Fulda und wurde um 1150 hohenstaufisch. Die Staufer erhoben das Dorf Lauingen zur Stadt. Vermutlich liess Kaiser Friedrich Barbarossa sie mit Mauern umgeben. Nach der Enthauptung des letzten Staufers, Konradins in Neapel fiel Lauingen bei der staufischen Erbteilung an die Wittelsbacher.

(siehe auch Gründung des Klosters Stams)

Die Stadt spielte eine wichtige Rolle in der Zeit der Reformationen und des Dreißigjährigen Krieges. Danach erhielt sie das heutige Gesicht mit wunderschönen Giebeln an der Hauptstrasse, mit engen Gassen und malerischen Winkeln.

Schon von Weitem sichtbar ist der hohe Stadtturm (Schimmelturm). Der Donauradweg führt hier an der Hauptstrasse entlang zum Marktplatz.


Eine besondere Zierde des Lauinger Marktplatzes ist der Schimmel- oder Hofturm. Er wurde von 1457 bis 1478 im Auftrag eines Ratsherrn erbaut. Er sollte als Wachturm dienen und gleichzeitig den Bürger­stolz der Lauinger repräsentieren. Der Turm mit ist ca. 54 m hoch. Zum Bau der Fundamente und des Untergeschosses wurden römische Quadersteine aus dem Kastell Faimingen verwendet.


Der Turm war von Anfang an bemalt. Dargestellt sind:

1. Stockwerk: Albertus Magnus und die Gräfin Geiselina von Schwabeck

2. Stockwerk: die Szene der Verleihung des Stadtwappens an einen tüchtigen Lauinger Bürger

3. Stockwerk: der Schimmel, der dem Turm den Namen gab

An der Nordseite im zweiten Geschoß sind die Wappen von Lauingen, Schwaben, Pfalz Neuburg, Landkreis Dillingen und Land Bayern angebracht.

An den Schimmelturm ist die "Schupfe", eine frühere Kauf- oder Markthalle, angebaut.


Am Marktplatz steht ein Denkmal von Albertus Magnus.

Albertus Magnus, der grosse Gelehrte des Mittelalters, ist der berühmteste Sohn der Stadt. Er wurde um 1200 in Lauingen geboren. 1225 trat er in den Dominikanerorden ein, 1260 erhielt er in Regensburg den Bischofsstab. Albertus Magnus gilt als erster Gelehrter, der die Philosophie des Aristoteles mit der christlichen Lehre verband. Sein Schüler Thomas von Aquin setzte diese Arbeit fort. 1280 verstarb Albertus der Große in Köln. 1931 wurde er heilig gesprochen.


Albertus Magnus, ein Universalgelehrter, war zugleich Philosoph, Jurist, Naturwissenschaftler und Theologe. Er war Dominikaner und Bischof von Regensburg.

Sein grosses, vielseitiges Wissen verschaffte ihm den Namen Magnus (der Große), den Titel Kirchen­lehrer und den Ehrentitel doctor universalis. Er kannte die antike und zeitgenössische Fachliteratur und wollte das Wissen seiner Zeit vollständig er­fassen und in Lehrbüchern verständlich darlegen. Die mehr als 70 Abhandlungen und Bücher ergäben heute etwa 22.000 Druckseiten.

Die wichtigste Folge seiner Arbeit ist die Begrün­dung der christlichen Aristotelik, damit der Hochscholastik und letzt­endlich der modernen Naturwissenschaft. Bis zu Albertus' Wirken waren die Werke von Aristoteles in der christlichen Welt wegen ihres heidnischen Ursprungs umstritten. Albertus setzte sich auch auf kirchenpolitischer Ebene massiv für die Aufnahme der aristotelischen Werke in den Kanon christlicher Schulen ein.

Darüber hinaus gelten einige seiner naturwissen­schaftlichen Arbeiten im jeweiligen Wissenschafts­sektor als bahnbrechend so die erste ausführliche Darstellung der mitteleuropäischen Flora und Fauna und seine geografischen Beschreibungen. Seine Arbeiten zur Gesteinskunde stellen den ersten Versuch dar, eine vollständige Systematik für Mineralien zu entwickeln.

Im Versuch, das naturphilosophische Denken des Aristoteles mit dem christlichen Glauben zu ver­einbaren, arbeitete er das gesamte Wissen seiner Zeit aus Theologie, Philosophie, Medizin und Natur­wissenschaften durch, ohne es jedoch in einer Systematik geschlossen darzustellen; das schaffte erst sein Schüler Thomas von Aquin.


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