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Wien
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Der Servitenorden wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts in Florenz gegründet. Er befolgt die Regeln des hl. Augustinus. Der Ordensname kommt aus dem Lateinischen Ordo Servorum Mariae (OSM) und bedeutet Orden der Diener Mariens. Daraus leitet sich das "Leitmotiv" ab: Gott und den Menschen dienen nach dem Vorbild Mariens.

1639 gründeten die Serviten in Wien im 9. Bezirk in der "Rossau" ein erstes beschei­denes Kloster. 1651 wurde der Grundstein zur heutigen Servitenkirche gelegt. Die ovale Einbindung der vier Kreuzarme war in Wien erstmalig und diente als Vorbild für andere Ba­rock­kirchen (Karlskirche). Das heutige Kloster wurde zum größten Teil erst nach der zweiten Türkenbelagerung Wiens (1683) erbaut. Die beiden Welt­kriege liessen Haus und Kirche unbe­schadet. Schäden, die repariert werden konnten, erlitt die Anlage durch einen Brand des Kirchen­daches 1917 und durch mehrere Hochwasser der damals noch nicht regulierten Donau.

Seit der Zeit der josefinischen Reform war der Gemeinschaft die Seelsorge der Pfarre Rossau anvertraut. Im Jahr 2009 wurde das Serviten­kloster aus personellen und finanziellen Gründen geschlossen und an die Erzdiözese Wien übergeben.


Servitenkirche,Wien Rossau

So präsentiert sich das Servitenkloster im Jahr 2011. Von Aussen sieht es einigermassen gut aus. Innen ist es sehr renovationsbedürftig.


    

Das Hochaltarbild "Maria Verkündigung" ist umgeben von den Figuren aus der heiligen Sippe, der Eltern Johannes des Täufers, Zacharias und Elisabeth, und der Eltern Marias - Joachim und Anna.

Die beiden großen Deckenfresken stellen die Himmelfahrt und Krönung Marias dar. Sie sind umgeben von acht Medaillons mit Bildern aus dem Leben Jesu.

Eingang zur Nepomuk Kapelle in der Servitenkirche in Wien

Links vom Kircheneingang ist die Kapelle des hl. Johannes von Nepomuk, Patron der österreichischen Serviten.

Über dem Eingang ist der Prager Brückensturz dargestellt. In der Moldau glänzen bereits seine fünf Sterne.


Relief über dem Eingang in die Nepomukkapelle der Servitenkirche in Wien Nepomukkapelle Innenansicht

Über dem Altar wird die Aufnahme des hl. Nepomuks im Himmel dargestellt.


Unter dem Altar liegt sein wunderbar in Marmor gehauener Leichnam.

Der Hl. Nepomuk (Detail)
Der Hl. Nepomuk und die Beichte der Königin Ausschnitt: Nepomuk und die Königin bei der Beichte

Auf der linken Wand der Kapelle sieht man die Beichte der Königin beim hl. Nepomuk.


Statue des Hl. Nepomuk in der Servitenkirche

Im Eingangsbereich der Kirche auf der rechten Seite befindet sich eine riesige Nepomukstatue.


Peregrinikapelle

In der Kirche ist auf der rechten Seite die Kapelle des von den Serviten verehrten Heiligen Peregrin. Mit der Renovierung der Kapelle samt Einbau einer Wandheizung wurde 2011 begonnen. Die Kapelle wurde im Mai 2014 neu eingeweiht.

Link zur Peregrini-Kapelle

Zum Festtag des Hl. Peregrin gibt es Peregrinikipferln.

Peregrini Kipfel

Kreuzgang, Servitenkirche Wien

Eingang in den Kreuzgang.

Auf 22 Tafeln wird über die Serviten und ihre Heiligen berichtet.


Bildtafeln im Kreuzgang Servitenkirche Wien

Die Embleme im Kreuzgang erzählen die Geschichte der Serviten



Hof des Kreuzgangs der Servitenkirche

Blick vom Kreuzgang in den Hof, auf die Kirche und (unten) auf die Nepomuk Statue.


Hof des Kreuzgangs der Servitenkirche in Wien mit Nepomukstatue Statue des Hl. Nepomuk im Hof des Kreuzgangs des Servitenklosters in Wien

Statue des hl. Nepomuk im Hof des Kreuzgangs.


Fotos (ausser Peregrinikapelle): G. Eichinger, Oktober 2011