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Die „Hölle‟ am Piz Mundaun!
Bericht von: Heike

Am Samstag, 22. Juli 2006, gegen 7.30 Uhr, trafen sich vierzehn mutige Wander/innen von Berg und Ski für die Tour auf den Piz Mundaun. Unter der Wanderleitung von Hans Peter und Uta versprachen sich alle eine interes­sante Wanderung – Fazit vorweg: Es war eine sehr heisse, anstreng­ende, aber für mich sehr schöne Tour.

Wir fuhren über Chur, Ilanz nach Vella. In Vella ist der „letztjährige schönste Mann der Schweiz‟, Renzo Blumenthal, beheimatet. Das Bergdorf liegt in der Val Lumnezia auf 1244 m Höhe. Das typische Merkmal dieser Bergdörfer sind die Häuser mit viel Holz und wunderschöner Blumen­pracht.

Gruppe

Nach einem kurzen Ovi-, Kaffee-, Rivella-Halt nahmen wir den „heissen‟ Aufstieg in Angriff. Sonnenbrillen, Hütchen oder Kappen montiert, noch etwas Sonnencreme auf die unbedeckten Körper­stellen, und ab ging es. Wir stellten uns alle auf einen sehr heissen Tag ein. Und so war es auch! Immer wieder mussten wir unser Getränk aus dem Rucksack nehmen, denn wir waren voll der prallen Sonne ausgesetzt während des Wanderns. Aber rechts und links vom Weg konnten wir das herrliche Gebirgspanorama geniessen. Auch be­gleitete uns auf der Tour die üppige Vegetation auf den Wiesen.

Blick ins Tal

Vorbei ging es an dem schönen Gasthaus „Bündner Rigi‟ (1616 m). Es wird auch viel von Autofahrern genutzt. Einige, recht Beleibte, meinten: „Wie kann man nur wandern, wenn man in so einem schönen Restaurant einkehren könnte.‟ (Diesen Ausspruch habe ich mit eigenen Ohren gehört, er ist kein Scherz).

Schluck aus der roten Wasserflasche

Bald einmal hatten einige der Gruppe sehr mit der Hitze zu kämpfen. Die ganz Unentwegten waren schon fast auf dem Gipfel (2064 m), während die Letzten immer wieder Rast einlegen mussten. „Ich mag nicht mehr‟, tönte es ab und an, „dass ich solche Mühe heute bekunde, hätte ich nicht gedacht.‟ Eine andere meinte: „Seit 20 Jahren hatte ich nicht mehr solche Mühe auf einer Bergtour.‟ Die Temperaturen waren ja auch ungewöhnlich hoch!! Aber es mussten alle den Gipfel bezwingen, denn der Abstieg führte auf die andere Seite des Berges hinunter. Bravo, alle haben es geschafft und waren stolz über das Vollbrachte! Der „Krampf‟ war auch bald vergessen, der herrliche Blick in die Bergwelt entschädigte uns für vieles ...

Maida und Heike

So beschlossen wir fast ein­stimmig: Für ein­en Teil des Ab­stiegs benutz­en wir die 6-plätzige Seil­bahn. Ab der Mittelstation war der Weg sehr angenehm zu bewandern, und ich glaube, jeder war wieder mit sich versöhnt. Fast am Ziel an­ge­kommen, sahen wir eines der schönst gele­genen Dörfer Graubündens: Surcuolm. Anscheinend wurde Günther Sachs hier eingebürgert. Bis wir fürs Postauto parat sein mussten, konnten wir uns noch kulinarisch erfrischen, aber auch die „heissen‟ Schuhe gegen Sandalen austauschen.

Gegen 20 Uhr waren wir wieder in Zürich.

Danke, Uta und Hans-Peter, zum Teil auch für eure Geduld, es war ein schöner Tag, der Aufstieg zum Piz Mundaun hat es „in sich‟, aber vor allem die Hitze machte uns zu schaffen.