Sils Maria Ski-Weekend

Skiweekend im Engadin 28. - 30. März 2014
Bericht und Fotos: Gerhard (Titelfoto: Panoramablick vom Piz Nair)

"Das war ein affengeiles Weekend", " so viel Schnee gab es noch nie", "so ein schönes Weekend im Engadin habe ich noch nie erlebt",... so tönte es als wir am Sonntag mit dem Car unser geliebtes Sils Maria verliessen und uns bei strahlendem Wetter auf die Heimfahrt begaben. Dann wurde es schnell ruhig im Bus, denn alle waren sehr, sehr müde. Schliesslich sind wir zwei Tage fast ununterbrochen Ski gefahren und dazwischen erlebten wir eine Oper und sassen lange bei fantastischem Essen und angeregten Gesprächen.

Aber zunächst der Reihe nach.

Am Freitag pünktlich um 17 Uhr sind wir abgefahren. Unendlich lange dauerte die Fahrt im Bus mit Staus im Freitagabend­verkehr. Aber irgendwann war es so weit. Wir überquerten den Julier und konnten schon bald unsere Skis im wohlbekannten Skiraum versorgen und uns zum Nachtessen treffen. Diesmal im Stübli, weil im grossen Jugendstilsaal eine Oper aufgeführt wurde. Herrliche Köstlichkeiten wurden uns serviert, teils mit exotischen Namen.

viel Schnee in Sils Maria, Ende März 2014

Am nächsten Morgen blickte ich ganz neugierig aus dem Hotelfenster. Ist das Wetter wirklich so schön, wie prognostiziert? Gibt es noch genug Schnee, wo doch im Unterland schon längst der Frühling eingekehrt ist?


Nach einem genussreichen Frühstück im wunderschönen Jugendstilsaal ging es mit dem Bus zur Signalbahn und schon standen wir bereit für ein Foto vor der ersten Abfahrt. Vor uns das wunderschöne Panorama
(siehe Foto unten).


Winter-Panoramablick ins Engadin vom Piz Nair
Corvatsch, Paradiesli Abfahrt

So sah die Piste Richtung Paradiesli aus. Verlockend - oder?


Seilbahn auf den Piz Nair

Die Seilbahn brachte uns auf den Piz Nair (3056 m).


Stefan, Daniela. Abfahrt vom Piz Nair




Schifoarn, schifoarn ...

Die Pisten waren in einem so guten Zustand, dass wir nicht aufhören konnten. Selbst die letzte Abfahrt am Südhang der Corviglia, die sonst im März am Nachmittag aus schwerem Sulz besteht, präsentierte sich in tadelloser Verfassung - nur ganz wenig sulzig. Die meisten fuhren bis zur Talstation ab.

Die andere grössere Gruppe fuhr am Morgen auf die Furtschellas und dann via Hahnensee-Abfahrt zur Signalbahn (von 2600m auf 1800m) und sie schwärmte von der Abfahrt "So schön war es noch nie!"

Am Abend trafen wir uns im Hotel Edelweiss zum Apéro und der war mit der Silser Version von "La Nozze di Figaro" verbunden.

Hotel Edelweis, Sils Maria

Unser Hotel Edelweiss


Der erste Akt fand in der Hotelhalle statt. So konnten auch die zuhören, die sich nicht zum Operndinner angemeldet hatten. Da wurde von neuesten Entdeckungen berichtet und uns doch glaubhaft versichert, dass Mozart in Sils Maria war und dort die Erstversion zur "Hochzeit des Figaro" als kammermusikalische Fassung geschrieben hat. Und diese gelangt erst jetzt zur Uraufführung. Die bekannte Geschichte dreht sich um Liebe, Untreue und Eifersucht: Der Schürzenjäger Graf Almaviva stellt seiner Zofe Susanna nach und setzt alles in Bewegung, um ihre geplante Hochzeit mit seinem Kammerdiener Figaro zu vereiteln. Der wiederum versucht, im Verbund mit der um die Liebe ihres Mannes kämpfenden Gräfin, dem Grafen für dessen Eskapaden eine Lektion zu erteilen und die Eheschliessung mit seiner geliebten Susanna sobald als möglich zu erreichen. Nach turbulenten Szenen, Intrigen und Verwechslungen muss der in die Enge getriebene Graf seine Gräfin um Verzeihung bitten. Die Hochzeitsfeierlichkeiten können endlich beginnen.


Der erster Akt spielte in der Hotelhalle, hier durften wir alle zuhören.

Die weiteren Akte der Oper fanden im Jugenstilspeisesaal statt, ausschliesslich für "Opern und Hochzeitsessen" Besucher.

Jugendstilsaal Hotel Edelweiss

Die Nacht zum Sonntag war um eine Stunde zu kurz. Ausgerechnet dann, wenn man den Schlaf am dringendsten nötig hat, schlägt die Umstellung zur Sommerzeit zu.

Trotzdem genossen wir am Sonntagmorgen das ausgiebige Frühstücksbüffet im Jugendstilsaal. Die Märzensonne leuchtete schon bei den Fenstern herein.

Der Lokalbus brachte uns zur Talstation der Furtschellasbahn.


Winterpanorama Engadin von der Furtschellas Berstation aus gesehen

So präsentierte sich am Sonntag das Engadin von der Bergstation der Furtschellas Bahn aus.


Furtschellas Bergstation

Furtschellas Bergstation auf 2800 m: los geht's!


Bei der Rabgiusa Hütte trafen wir eine andere Schneehas-Gruppe.

Und weiter ging's Richtung Corvatsch.


Corvatsch Aussichtsplattform

Da standen wir auf der Aussichtsplattform und bewunderten die Bergwelt.


Corvatsch Panoramablick nach Norden

Aussicht nach Norden


Corvatsch Panoramablick nach Süden

Aussicht nach Süden


Bergstaion Furtschellas vom Corvatsch aus gesehen

So winzig sieht die Furtschellas Bergstation auf immerhin 2800m von Corvatsch 3303m aus.


Gerhard vor seiner Lieblingskulisse


Die Corvatsch-Abfahrt mussten wir gleich zweimal machen, bis wir im italienischen Restaurant Rabgiusa zum Mittagessen eintrafen. Wir hatten einen reservierten Tisch in der warmen Märzensonne. Es war herrlich. Noch einmal auf die Furtschellas und zum letzten mal hinunter ins Tal und weil's so schön war zum allerletzten mal gleich nochmals.

Dann waren wir wieder im Hotel und konnten uns in der Unisex Kabine (=Züger-Zimmer) für die Heimfahrt zurecht machen.

Schön war's, affengeil!