Schneehas Skiweekend 26. - 28. 01 2007

Am Freitag um 16:50 setzte sich der Bus in Bewegung Richtung Grindelwald. Die Strecke führte über den Brünig und durch viele Tunnels nach Interlaken und von dort bis vor das Sunstarhotel in Grindelwald, wo wir schon erwartet wurden. Etwas verwirrend waren die zwei Skiräume und so trugen einige ihre Skier von einem zum anderen in der Hoffnung ,dort wäre mehr Platz. Erst später lernten wir, dass zu jeder Hotelhälfte ein Skiraum gehört und auch der Zimmerschlüssel (Karte) passt nur zum dazugehörenden Skiraum. Wunderbar wissen wir das jetzt für das nächste Mal.

Beim Abendessen wurden wir richtig verwöhnt. Besonders das Dessertbuffet beeindruckte und war eine Freude für unsere Gaumen. Der erste Abend klang an der Bar mit vielen langen Gesprächen aus.

Der Samstag Morgen präsentierte sich nicht von seiner schönsten Seite. Es war trüb und grau und Schneeflocken vielen vom Himmel. Trotzdem wagten sich einige auf die Berge. Am einfachsten war es mit der Firstbahn, denn deren Talstation ist gegenüber dem Hotel. Sonst ging es mit dem Ortsbus zum Bahnhof Grindelwald  oder zur Männlichenbahn-Talstation. Vom Bahnhof Grindelwald führt die Wengeralpbahn zunächst nach Grindelwald-Grund hinunter und dann steil bergauf zur kleinen Scheidegg. Eine relativ lange Anreise. Gemeinsam mit den unzähligen, kamerabewährten Japanern teilten die Skifahrer die Waggons.

Auf der Scheidegg war die Sicht nicht besser. Man sah nichts, dafür war es eisig kalt. Trotzdem fotografierten die Japaner wild in der Gegend herum.  Nach kurzen Abfahrtsversuchen gelang der Einkehrschwung. Gegen Mittag wurde die Sicht besser und zu Mittag, als wir in der Hütte beim Essen sassen, klarte es so richtig auf, die Sonne liess sich blicken und man konnte das gigantische Panorama erahnen. Selbstverständlich verschwand die Sonne wieder hinter dicken Wolken und Nebelwänden, als wir nach der Mittagspause wieder auf den Skiern standen. Aber es war nicht mehr so schlimm wie am Vormittag und wir konnten feststellen, dass die Schneedecke gar keine dicke Winterdecke war, sondern nur eine dünne Schicht, aus der viele Steine hervorlugten. Ach wie tat das Kratzen am Ski jedes Mal weh!

Erst als wir wieder im Hotel waren, wurde es richtig schön. Also machten wir uns auf, um Grindelwald zu erkunden, und trafen unterwegs so manchen Schneehasen, der ebenfalls auf Erkundungstour war.  Andere Schneehasen wurden an der Bar bei einem Bier gesichtet und Vereinzelte zogen ihre Runden im Schwimmbad des Hotels.

Um 19:00 war Apérotime und wir trafen einander in der Bar des Hotels. Da gab es viel zu erzählen und die Zeit mit dem Weinglas in der Hand verging wie im Flug. Beim anschliessenden Abendessen wurden wir mit einem italienischen Spezialitäten-Buffet verwöhnt. Vor dem Schlafengehen gab es noch lange Gespräche in der Bar und auch das Tanzbein wurde geschwungen.

Am Sonntag wurden wir für all das Nebelwetter entschädigt. Ein strahlend blauer Himmel begrüsste uns, die Sonne lachte und das eindrucksvolle Bergpanorama von Grindelwald präsentierte sich von seiner prächtigsten Seite. Viel zu kurz war der Tag, mussten wir doch auf das Lauberhorn hinauf  und die weltberühmte Lauberhornabfahrtsstrecke hinuntersausen - wobei das mit dem Sausen nicht so ganz ernst zu nehmen ist. Allein die Bewältigung des Hundschopfs mit Seitwärts-Abrutschen benötigte schon mehr Zeit als die Abfahrer für die ganze Strecke brauchen. Dann noch eine Fahrt zum Eigergletscher und eine Abfahrt bis zur Brandegg (weiter hinunter war es nicht ratsam), und schon war es Zeit wieder ins Hotel zurückzukehren. Alle Schneehasen hatten tolle Erlebnisse vom First oder vom Männlichen-Lauberhorn zu berichten. Leider gab es auch einen Unfall. Unsere Yvonne Müller wurde von einem Snowboardfahrer umgestossen und brach sich das Schlüsselbein. Sie konnte aber mit uns wieder heimfahren. Und so fuhren wir wieder über den Brünig Richtung Zürich und zwecks Stauvermeidung durch das Säuliamt zum Parkpatz Flur.

Schade, ist das Wochenende schon wieder vorbei. Es folgen mehrer Eintagesausflüge, die je nach Schneelage gestaltet werden und ich hoffe, dabei möglichst viele Schneehasen wieder zu sehen.